Sonos

Sonos

Meine Erfahrungen mit Sonos

Ich war schon immer ein großer Musikfan, sobald ich zu Hause ankam, musste die Musikanlage eingeschaltet werden. Mit Einführung der CD (ja ich bin schon etwas älter und kenne noch Kassetten und Langspielplatten) wuchs die Sammlung stetig weiter an. Dies führte mit zunehmender Zeit natürlich zu einem Aufbewahrungsproblem. Im Laufe der Zeit wurden die Speicherkapazitäten größer - mein erster PC hatte eine riesige 40 GB Festplatte eingebaut und WLAN mit hoher Bandbreite stand zur Verfügung. Also entstand die Idee, meine CD-Sammlung als MP3 zu digitalisieren und das Aufbewahrungsproblem auf den Dachboden zu verbannen. Doch damit hatte ich ein neues Problem produziert, wie bekomme ich die Musik im Wohnzimmer bzw. andere Räume abgespielt ohne das der PC ständig laufen musste? Die erste Lösung war ein IPod Touch mit 64 GB welcher über eine Dockingstation die Musik auf meinen Verstärker abspielte. Grundsätzlich nicht die schlechteste Lösung, aber der Musikgenuss war auf das Wohnzimmer beschränkt und zum Ändern der Abspielliste musste ich immer zum IPod laufen (”Mann” wird halt älter und bequemer). Weitere Lösungen wie Bluetooth oder Airplay hatte ich schnell verworfen, da hier vom Abspielgerät gestreamt wird und somit der Geräteakku stark belastet wird. Außerdem standen mögliche Verbindungsprobleme bei Bluetooth im Raum und ich wollte keine weitere Apple-Hardware im Haus haben (meine persönliche Entscheidung obwohl der IPod seine Arbeit gut verrichtet hat). Mit zunehmender Zeit und weiterer Recherche war ich verwundert, dass kein Hersteller eine Lösung über das heimische WLAN-Netz anbot, doch plötzlich stieß ich auf die Firma Sonos. Das System von Sonos sollte in mehreren Räumen unterschiedliche Musik oder die gleiche Musik ohne Zeitversatz abspielen können und das bei einfachster Bedienung! Ich war infiziert! - Jetzt musste nur noch meine bessere Hälfte (Ehefrau) überzeugt werden. Nachdem einige Fragen geklärt wurden, gab es das “Okay” für unseren ersten Lautsprecher. Wir kauften unseren ersten PLAY:3 mit einer BRIDGE für die Küche. Beide Geräte wurden an das Stromnetz angeschlossen, die BRIDGE zusätzlich mit dem Router per LAN-Kabel verbunden und die Sonos-APP auf dem IPod installiert. Die Software führt super einfach durch den Installationsprozess und begleitet diesen durch grafische Darstellungen - einfacher geht es nicht! Nach der Installation wurden die lokalen Radiosender sehr schnell gefunden und als Favoriten hinterlegt. Ich wünschte alle technischen Geräte hätten eine so gute und schnell zu begreifende Bedienung. Streamingdienste stehen genauso schnell zur Verfügung: Einfach in der Software den entsprechenden Dienst aussuchen, anschließend Benutzername und Kennwort eingeben, schon steht der Dienst in der eigenen Sonoswelt zur Verfügung! Nachdem die eigene Musikbibliothek auf dem NAS eingerichtet war, stand dem Musikgenuss in der Küche nichts mehr im Wege! Ehefrau und Tochter waren nach sehr kurzer Zeit begeistert, von daher stand der Erweiterung des System im Bad nur ein geringer Widerstand gegenüber :-) Wir entschieden uns im Bad für die neu erschienene Play:1, da diese feuchtigkeitsbeständig konstruiert ist. Der Lautsprecher wurde ans Stromnetz angeschlossen - auf dem Tablet die App öffnen - im Menü “Neue Sonoskomponente hinzufügen” auswählen - auf der PLAY:1 zwei Knöpfe drücken - in der App den Raumnamen eingeben - fertig! Die Wahl des Standorts der PLAY:1 hat länger gedauert als die Einrichtung! Die kleine PLAY:1 spielt übrigens äußerst druckvoll und steht aus meiner Sicht der PLAY:3 in nichts nach. Da die Produkte von Sonos leider sehr Preisstabil sind, musste das Wohnzimmer noch etwas warten, auch um die bessere Hälfte nicht zu viel zu stressen. Im Sommer 2014 bot eine große Handelskette 19% auf alles und somit auch auf Sonosprodukte. Also vorsichtig bei meiner besten Ehefrau vor fühlen - und dann kam die überraschende Aussage: “Da sollten wir zuschlagen!”      - meine bessere Hälfte war / ist von Sonos infiziert :-) Wir haben unsere Anlage darauf hin im Wohnzimmer mit einer PLAYBAR und einem SUB erweitert. Ich finde den Klang hervorragend, für den richtigen Musikgenuss kann ich die Ergänzung mit dem SUB nur empfehlen, da die PLAYBAR alleine etwas zu dünn klingt, aber das ist nur meine persönliche Empfindung. Unsere Tochter hat sich auch mit einer PLAY:1 und einer PLAY:5 eingedeckt, die PLAY:1 spielt nun im Kinderschlafzimmer, während die PLAY:5 im Spielzimmer aufspielt. Letzten Sonntag wollte unsere Tochter mal wieder nicht aus dem Bett kommen, Frühstückstisch war gedeckt - Brötchen aus dem Ofen - nur Prinzessin hat gefehlt. Also hat sich Papa kurzerhand das Tablet geschnappt, Kinderschlafzimmer ausgewählt und mit Heino seinem “Blau blüht der Enzian” das Kind aus dem Bett “gezwungen”. Eine 14 Jährige reagiert sehr schnell auf solch eine Musikauswahl - ich glaube dieser Anwendungsbereich ist von Sonos so nicht vorgesehen, aber eine herrliche Möglichkeit! Mit der PLAYBAR dem SUB und zwei PLAY:1 bzw. PLAY:3 läßt sich übrigens eine 5.1 Heimkinoanlage aufbauen, da inzwischen zwei PLAY:1 im Haus installiert sind, werde ich diese Konstellation demnächst mal austesten. Im schlimmsten Fall ist wieder ein Gespräch mit der besseren Hälfte fällig ;-). Ich werde dann berichten! Update 06/2015: Nachdem ein Internethändler die Play1 im Angebot hatte, musste ich mal wieder zugreifen! Im Wohnzimmer wurde jetzt das 5.1 System mit der Playbar, SUB und zwei Play:1 installiert, die Einrichtung war wie von Sonos gewohnt absolut einfach und schnell erledigt. An der Playbar ist lediglich ein optischer Digitaleingang (S/PDIF) vorhanden, Sonos erwartet hier eine Verbindung mit dem Digitalausgang am Fernseher. Grundsätzlich wäre diese Vorgehensweise eine schöne Lösung, leider leiten die meisten Fernseher das 5.1-Signal nicht auf diesen Ausgang weiter, wodurch sich der Sinn und Zweck des 5.1 System auflöst. Ich habe dieses Problem durch eine HDMI-Matrix der Firma Ligawo gelöst, welche das Audiosignal auf einem zusätzlichen S/PDIF-Ausgang zur Verfügung stellt. Da die Playbar mit dem Tonformat DTS nicht kompatibel ist, musste ich einige Filme auf meinem Server noch umkodieren, dies erfolgte mit  dem Programm “MKV AudioConverter”. Lediglich das Abspielen von Blu-ray über die Playstation 3 bereitet mir noch Sorgen. Es gibt zwar einige Einstellungen damit der DTS-Ton als Bitstream an der Playbar ankommt und als Mehrkanalton ausgegeben wird, diese Vorgehensweise scheint aber nur zu Funktionieren, wenn die Playstation direkt über den optischen Digitalausgang angeschlossen ist. Bei mir ist die Playstation per HDMI-Kabel an der Matrix angeschlossen, bei dieser Anschlussvariante bin ich mit den Einstellungen in der Playstation noch nicht zum Erfolg gekommen. Blu-ray mit DTS-Tonspur werden lediglich mit Stereoton ausgegeben. Fazit: Ich denke aus meinem Erfahrungsbericht ist bereits zu erkennen, die Sonos-Komponenten sind für unsere Bedürfnisse und Zielrichtung ein super System! Audiophile Personen die das kleinste Zupfen an den Gitarren-Saiten hören wollen / können werden mit diesem System nicht glücklich werden. Daher sollte man sich Gedanken machen, was man erreichen will. Wer seine Musik, bei einfachster Einrichtung und Bedienung, in mehrere Räume verteilen will, wird mit der langjährigen Erfahrung von Sonos ein gutes Ergebnis mit ordentlichen Klang erzielen.
Philips Hue